Lake Powell

Nachdem wir das Valley of Fire verlassen haben, ging es für uns weiter in Richtung Page.  Ganz in der Nähe der "kleinen" Stadt befinden sich einige der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Arizonas. Zum Beispiel der Lake Powell mit dem Glen-Canyon Staudamm, das  Horseshoe Bend oder der Antelope Canyon, um nur einige zu nennen. Page ist also auf jeden Fall eine heiße Empfehlung.

 

Gegen Mittag sind wir am Bootsverleih in Wahweap am Lake Powell angekommen. Eigentlich wollten wir den ganzen Tag auf dem Wasser verbringen. Mit meinem Wunsch das Valley of Fire zu besichtigen, habe ich allerdings einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Entgegen unserer Vermutung hatte der Bootsverleih nämlich nur bis 16:00 Uhr geöffnet. Die Boote konnte man für 2h oder 5h mieten, da es schon nach 13:00 Uhr war, blieben uns leider nur noch die 2h zu Wasser. Der Stausee ist so unfassbar groß, dass uns nur eine  kleine Runde möglich war.

Wir sind zuerst in den Antelope Canyon gefahren. Ja richtig gelesen Antelope Canyon, den kann man nämlich nicht nur zu Fuß, sondern auch auf dem Wasser erkunden. Der Wasserweg ist anfangs noch recht breit, wird aber je tiefer man hineinfährt immer schmaler. Vor allem an den Seiten solltet ihr auf die Steine und Wassertiefe achten und nicht zu schnell fahren. Der Canyon zeigt sich in wunderschönen rot - braunen Farbmaserungen, das Wasser ist türkis blau und lädt zum baden ein. Traumhaft schön. 

Danach sind wir zur Glen Canyon Staumauer gefahren. Ein sehr beeindruckendes Bauwerk am Colorado River, welches von 1956 bis 1964 erbaut wurde. Mit 216m Konstruktionshöhe ist sie die fünfthöchste Staumauer der USA. Im Anschluss sind wir wieder Richtung Wahweap gedüst und haben uns dort die Umgebung angesehen. 

 

Mein TIPP: Der Lake Powell bietet jeden Menge Möglichkeiten seinen Tag zu gestaltet. Ihr könnt Euch ein Hausboot, Speedboot, Jetski, Kajak und vieles mehr ausleihen. In den USA benötigt man keinen Bootsführerschein, um ein Boot zu leihen und selber zu fahren. Nach einer kurzen Einweisung, konnten wir bereits den kleinen Hafen verlassen. Ich gebe zu, dass diese Unternehmung nicht ganz billig ist, jedoch wird man mit traumhaften Aussichten und einer Menge Spaß belohnt. Vor allem in einer kleinen Gruppe mit großem Picknick Korb lohnt sich ein solcher Ausflug auf jeden Fall.

Nicht nur der See beeindruckt, auch seine Umgebung lädt zu wunderschönen Wanderungen ein. Sehenswert ist auf jeden Fall die Rainbow Bridge, Horeshoe Bend  und der Refelction Canyon.

 

Bildquelle: Reflection Canyon - Ms Tracy Lee

Wer genau hinsieht kann die Markierungen des einstiegen Wasserspiegels des Lake Powell am helleren Gestein sehen. Die Dürre und der steigende Wasserverbrauch der letzten Jahre hat dafür gesorgt, dass der Pegel dramatisch abgenommen hat bzw. Bereiche schon völlig ausgetrocknet sind. Laut der Nasa Weltraumbehörde war der See 2000 noch zu 94% gefüllt, 2014 waren es nur noch 42%. Aufzeichnungen bestätigen, dass diese Dürre nicht ungewöhnlich für die Region ist und der Prozess der Austrocknung erst begonnen hat. Für mich unvorstellbar und sehr traurig, dass der Colorado River möglicherweise irgendwann nur noch ein Rinnsal und der Lake Powell völlig ausgetrocknet sein könnten. Hoffen wir, dass die Forscher sich in diesem Punkt irren und uns die Schönheit dieser Region noch lange erhalten bleibt.

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