Stuðlagil Canyon

Bildquelle: www.hiticeland.com
Bildquelle: www.hiticeland.com

Eigentlich nehme ich keine Bilder anderer Fotografen in meinem Blog auf, aber leider ging es in dem Fall nicht anders. Auf dem oberen Bild seht ihr den Stuðlagil Canyon. Die Basaltsäulen ragen aus links und rechts vom Fluss empor und bilden dieses Naturwunderwerk. Als ich zum ersten Mal ein Bild davon sah, wusste ich, dass ich diesen Ort besuchen werde.

Bildquelle: google maps
Bildquelle: google maps
Straße 923
Straße 923

Der Stuðlagil Canyon  liegt im Osten Islands. Im Gegensatz zu vielen anderen isländischen Sehenswürdigkeiten, ist dieser nicht so leicht mit dem Auto zu erreichen. Ein Stück muss man auf jeden Fall wandern, aber dafür waren wir ja auch hier.

 

Anfahrt:

Zum Canyon gelangt ihr, indem ihr von der Ringstraße 1 kommend, auf die 923 abbiegt. Nach circa 14 Kilometern erreicht ihr die Farm Klaustursel. 

Farm Klaustursel: orange Punkt = Parkplatz
Farm Klaustursel: orange Punkt = Parkplatz

An der 923 findet ihr ein kleines Hinweisschild, was hinunter zur Farm führt. Nach wenigen Metern seht ihr bereits eine weiße Brücke. Kurz vor ihr  befindet sich ein Parkplatz, auf dem ihr euer Auto kostenfrei abstellen könnt. Von hier aus geht es zumindest für Touristen ohne Guide zu Fuß weiter. Nachdem ihr die Brücke überquert habt, nehmt ihr den Weg nach rechts und folgt ihm circa 4km bis zum Canyon. Da es keine Wegweiser entlang der Route gibt, könnt ihr als  Anhaltspunkt die Farm "Grund" nehmen. Sie befindet sich ganz in der Nähe.

 

 

Im Mai kamen zahlreiche kleine Flüsse den Berg hinunter und "überfluteten" regelrecht unseren Weg. Obwohl wir wasserfeste Wanderschuhe anhatten, mussten wir zum Teil den Berg hinaufsteigen, um den Fluss an einer schmaleren oder flacheren Stelle zu passieren. Das nahm sehr viel mehr Zeit in Anspruch als wir eigentlich für die insgesamt 4km Hinweg eingeplant hatten.

 

Ich oberhalb des Studlafoss.
Ich oberhalb des Studlafoss.

Nach circa 3km, auf geradem Weg wären es nur 2 gewesen, sind wir am ersten Stop, dem Stuðlafoss (Wasserfall) angekommen. Oberhalb beeindruckender Basaltgesteinsäulen stürzt hier ein Fluss herab.

 

Genau dieser Fluss machte uns ein Strich durch unserer Wanderrechnung. Obwohl es auf dem Foto nicht so aussieht, war er zu tief, zu schnell und die Steine im Wasser zu glatt, als das wir ihn hätten sicher überqueren können. Ich wollte mit meinem Kamera Equipment auf dem Rücken kein Sturzrisiko eingehen.

 

Leider gab es auch oberhalb des Wasserfalls keine sichtbare Möglichkeit kurzfristig über den Fluss zu kommen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als umzukehren. Ich denke, dass es auf Grund des Schmelzwassers, Anfang Mai einfach noch zu früh für dieses Wanderweg war. 

 

Unpassierbarer Wanderweg unterhalb des Studlafoss.
Unpassierbarer Wanderweg unterhalb des Studlafoss.

Obwohl wir nicht am Ziel angekommen sind, würde ich diese Wanderung jedem Besucher wärmstens ans Herz legen. Der Weg, der Wasserfall und sicher auch der Canyon sind es wert.

 

MEIN TIPP: Mit trittsicheren Gummistiefeln oder anderem wasserfesten, hochgeschlossenem Schuhwerk und Wanderstöcken ist es möglich die Flüsse zu durchqueren. Je nach Jahreszeit oder Wetterlage, lohnt es sich das Equipment dabei zu haben.

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Kommentare: 1
  • #1

    Janna (Samstag, 14 September 2019 19:15)

    Lieben Dank für den Beitrag. Ich bin grade zurück aus Island. Leider bin ich auf der Rundreise auf der Nr1, Road nirgends auf diesen mein Favorit Platz Hinweist. Danke für Ihren Beitrag. Jetzt verstehe ich, dass dieser toller Ort nicht selbstverständlich
    Als sonder gekennzeichnet werden sollte.